Winterreise mit dem Ziel Andalusien 14.Februar 2013

Im letzten Monat wurde die Sehnsucht nach Sonne und Wärme immer größer.  An Reisezielen fehlt es uns nie, da war eine eine Fahrt in den uns noch unbekannten Süden schnell beschlossen.

Bei guten Reisewetter ging die Fahrt am 1. Tag bis in die Schweiz, an den Lac de Neuchatel.

Freitag 15.2. Tiefster Winter bei 2° begleitet uns bis vor Lyon.

An der Rhone, schon 9°

Erste blühende Bäume in Südfrankreich, fast kitschiges grün, dann in der Ferne die Pyrenäen bei 14°. Heutiges Ziel Perpignan, St.Cyprien. Bei Sonnenuntergang sind wir da und die Rezeption im Camp. Le Florida hat auch noch offen!!!

So, die Winterschuhe sind verstaut!!

Samstag, 16.2.  die Küstenstraße nach Spanien

Eine landschaftlich herrliche Gegend zeigt sich im Grenzgebiet Frankreich und Spanien, die Bergstraßen sind auch für Motoradfahrer anziehend!

Nächster Pass und wieder eine herrliche Aussicht, weiter gehts nach Cadaques, berühmt durch die weißen  Häuser. Die Cafes sind schon belebt!

Samstag kommen wir in Cambrils am Camp La Llosa an. Inzwischen hat sich der Himmel bedeckt bei 16°.

Barcelona haben wir hinter uns gelassen, da wir vor einigen Jahren dort waren.

Sonntag 17.2. Rundfahrt ins Ebrotal. Es geht auf bestausgebauten Straßen, an Schluchten, über den Pass hin zum Ebro, den wir ein Stück im Verlauf Richtung Delta begleiten. Erste Orangenplantagen sind entlang und wir kaufen einen 10 kg Sack!!!Wenn sie vom Feld hinter dem Haus gepflückt wurden, sind sie in einer wunderschönen Gegend gewachsen, mit Ebrowasser begossen worden und nicht an der Autobahn!!!!!ha, ha….

Nachmittags kommen wir nach Benicassim/Castello. Der Campingplatz mit 200 Plätzen ist bis zum 5.letzten Platz, den wir bekommen, gefüllt. Hier verbringen GB,NL, DE, Fin, F, E, DM,…..den Winter. In Summe aber, ein nettes Publikum, bei den Pensionisten geht’s recht ruhig zu! Mit dem Rad fahren wir in die Stadt, super Radweg an der Promenade!

Montag 18.2. Es gibt einen tollen Radweg auf der alten Bahnstrecke entlang der Küste, den wir befahren bis zum nächsten Ort. In den Felsen gehauene Durchfahrten und Tunnel, nette Rastplätze, wir sind begeistert!

Auf den 1. Eindruck muss zu Spanien gesagt werden, dass sie es verstehen, ein Ambiente zu bieten. Alles ist sauber, herausgeputzt und bereit, trotzdem die Hotels noch leer sind. Das haben wir im Süden oft Ende Juni nicht erlebt!

 

Heute Nacht hat es geregnet, wir ziehen ohnedies weiter südlich nach Valencia. Der Strecke entlang sind viele Orangenplantagen, auch blühende Mandel, -Kirschen, und Marillenbäume. Valencia ist im wahrsten Sinne ins Wasser gefallen, tja diese Bäume brauchen auch das Wasser, wir nicht!

Auch die nächste Nacht in der Gegend von Almeria regnet es auch noch bei milden 16°. Hier ist ...zig Km alles in Plastik gehüllt, nur einzelne Gebäude ragen darüber. Der Campingplatz in einer Schlucht zum Meer ist recht natürlich angelegt, scheint fast eine Insel zu sein.

 

Mittwoch, 20.2. Heute fahren wir nach Motril, Höhe Granada, Camp Don Cactus. Hier möchten wir einige Tage bleiben und die Gegend erkunden, auch einen schiefen Turm gibt es hier.

Inzwischen ist die Sonne gekommen!

An beiden Seiten des Platzes wachsen Gurken, in Geschäften gibt’s keine zu kaufen! Mit dem Rad fahren wir entlang der Folienblöcke, bis wir einen Besitzer treffen. Er wollte uns gleich eine Steige schenken, 10 Stück nahmen wir dann an!!! Am Wochenmarkt in Motril decken wir uns mit Tomaten, Paprika und Zwiebel ein, kleine Mengen sind unerwünscht, immer 2kg für 1 Euro………..

Gusto auf Fisch haben wir auch bekommen. Die Tintenfische sind nur zum Anschaun!

Seit Ende Oktober gab es keinen Regen, sagen uns die Überwinterer, nur sehr oft Wind! Zur Zeit weht er auch kräftig, mit etwas Windschutz ist es ganz angenehm in der Sonne.

Sonntag, 24.2.   Heute gehts wieder weiter. Davor wollen wir den höchst gelegenen Ort Spaniens, am Fuße der Sierra Nevada-Trevelez 1475m ü.M.,  besuchen. Berühmt ist er auch wegen des luftgetrockneten Schinken.

Ca. 50 Km fahren wir über unzählige Kurven, durch malerische Landschaften und Täler, vorbei an den den weissen Dörfern in der Alpujarras, das südliche Vorgebirge der Sierra Nevada. Die Temperatur fällt von 16° auf 3°. Ein Glas Bier mit Tapas bei strahlender Sonne am Hauptplatz schmeckt herrlich. Der typische Schinken wird an Ort und Stelle verkostet.

Gegen Abend richten wir uns an der Küste in Nerja, auf einem familiären Campingplatz, ein. Ganz in der Nähe sind große Tropfsteinhöhlen.

Zu Fuss gehen wir vom Platz zur Höhle. Ihre Größe ist beeindruckend, der Rundgang dauert eine 3/4 Stunde. Die Terrasse bietet einen schönen Ausblick nach Maro, Nerja und zum Meer.

Nach 4 Tagen mit herrlichem Sonnenschein, verlassen wir morgen diese nette Gegend. Das Städtchen Nerja, mit seinen Gassen aus dem 14.Jh., gut gepflegt und auch bewohnt, Promenaden und Plätzen , hat uns sehr gefallen.

Donnerstag, 28.2.   Weil wir so gerne Bergdörfer besuchen, haben wir unser nächstes Ziel, Gibraltar, mir einem Abstecher nach Frigliana verbunden. Alle Jahre werden die Häuser neu gekalkt um zu leuchten.

Wir finden einen ganz neuen C.Platz in St.Luis de Sabinillas. Alles vom Feinsten, fest in Englischer Hand, viele Mobile brauchen 2 Parzellen........

Bei einer weiteren Fahrt in die Berge sehen wir das Ausmass des Gewitters vom letzten Morgen. Die Abkühlung brachte viel Schnee und die Spanier freuen sich sehr darüber, sie pappen Schneemänner und große Kugeln auf die Windschutzscheiben und fahren damit heim!

Wir sind 35 Km vor Gibraltar und das Abendrot zeigt wieder einen schönen Tag an.

Mit dem Bus gehts nach La Linea, weiter zu Fuss über die Grenze, über das Flugfeld nach GB/Gibraltar. Very british! Zunächst wollen wir die Ostseite erkunden, sehr schöne Strände. Danach gehts in die Mainstreet, hier trifft sich alles!

Mit der Seilbahn fahren wir hoch und genießen die wunderbare Aussicht!

 

Gleich ober begrüßen uns die Berberäffchen, die auch so manchen Besucher den Rucksack visitieren und dann die Zigaretten nicht mehr zurückgeben.!!!

An einem so schönen Tag kann man Afrika sehen und die weißen Spitzen der Sierra Nevada.

Samstag, 2.3. Heute fahren wir nach Sevilla, Schlechtwetter = Fahrtag!

Bis bald!

Und  wie so oft wirds anders!

Nachdem wir die Meerenge von Gibraltar passiert haben, sehen wir die brausenden Wellen des Atlantiks und dahinter Marokko.

 

Unterwegs treffen wir immer wieder auf malerische, weiße Dörfer, auch auf Bergkuppen, wie Barbate. Die kleine Stadt, Conil de la Fontera, lädt uns zum Bleiben ein und es gibt einen netten Campingplatz.

Dienstag, 5.3.   Nachdem man bei dem schlechten Wetter, dass es zwar sehr selten gibt, wollen wir mit Besichtigung fortfahren und begeben uns immer näher dem Zentrum des Stierkampfes - Sevilla.

Cadiz und Jerez besichtigen wir bei Regen im Auto!!! Die vielen Windräder zeugen, dass auch sonst der Wind bläst! Aber auch, dass oft die Sonne scheint!

Mittwoch, 6.3. Mit dem Linienbus (2x1,60Euro) fahren wir in das 15 km entfernte Sevilla. Zusätzlich zu etwas Bargeld bewaffnen wir uns mit dem großen Regenschirm, allerdings blieb er trocken.

Am weg zur Stierkampfarena kommen wir am Rio Guadalquivir, der schon wegen des Zungenbrechernamens erwähnt werden soll, vorbei.

Beim Spazieren durch die engen Gässchen geben uns offene Tore Einblicke in schöne Hinterhöfe.

Das Wahrzeichen Sevillas ist der Catedral mit seinem Glockenturm, dem 95m hohen Giralda.

Auf einer stufenlosen Rampe geht es knapp 80m hoch. Der Ausblick ist ein Genuß.

Weiter durch die Gässchen gehen wir zum Metropol Parasol. Ein Berliner Architekt schuf die futuristische Aussichtsplattform, die 150m lang und 75m breit ist.

Am Abend besuchen wir eine beeindruckende Flamenkodarbietung. Die Rückfahrt findet schon in der Dunkelheit statt, so legt der Buschaufeur an der richtigen Stelle einen Zwischenstopp ein.

Donnerstag, 7.3.  Es  schüttet wie aus allen Kübeln, wir fahren weiter! Unterwegs beeindruckt uns immer wieder die Natur, das Grün der Wiesen und Getreidefelder, das Braun in allen Farbtönen und jetzt nun schon die Folgen der Regenfälle.

 

Unser Campingplatz liegt im Landesinneren auf einem Hochplateau. Am nächsten Morgen ist es wieder sonnig und wir fahren mit dem Bus nach Antequera (15km).

Ca 15 km entfernt liegt der NP El Torcal. Der Aussichtspunkt liegt auf 1200 m ü.M. Diese bizarre Landschaft kann auch Österreicher beeindrucken!!

Es hat sich gelohnt, hier hoch zu fahren. Unzählbar große Schafsherden weiden in dieser Höhe.

Inzwischen hat wieder Regen eingesetzt und wir beschließen nach Granada weiter zu fahren. Wir wählen den auf 1200m hoch gelegenen Campingplatz, von dem man das schönste Panorama zur Sierra Nevada hat. An dieser Stelle sollte dieses herrliche Bild sein............aber die Wolken hängen zu tief!

 

Montag, 11.3. Mit dem Bus gehts nach Granada.

Steckbrief: 230.000 EW, ca.700m ü.d. M., heute 9°

 

Wir sehen im Zentrum sehr schöne Fassaden, schlendern in die Unterstadt, wo die Geschäfte erst am öffnen sind und gehen nach einem guten Kaffee Richtung Albacin, wo es bei der Kirche St.Nikolas eine Aussichtsterrasse gibt.

Eine sportliche Leistung, der Aussichtspunkt in Albacin und gegenüber zur Alhambra!

Die Alhambra, ausgedehnt auf dem Asabikahügel, trohnt sie über Granada.

Jeder Saal des Königspalastes der Nasriden ist sehr beeindruckend und fotographisch schwer darzustellen. Im Weiteren besuchen wir die rote Burg 13.Jh. und erhalten schöne Ausblicke über die Stadt, durch Regen erschwert!

Zum Ende besuchen wir den bezaubernden Garten "Generalife" (Garten des Schöpfers).

Bis zur Abfahrt des Busses um 18°°,  marschieren wir  schon etwas langsamer, durch die Gassen des Zentrums.

An dieser Stelle wäre der grandiose Blick zur Sierra Nevada, der uns leider verwehrt blieb. Wir brechen auf Richtung Küste.

 

Dienstag, 12.3. Wir fahren nach Guadix, rund 2000 der 20.000 EW leben in Höhlenwohnungen, die bei Familienzuwachs ohne weiteres vergrößert werden können und heut zu tage jeden Komfort haben.

Wir dürfen auch hineischauen und die Besitzerin erklärt uns , dass das ganze Jahr die gleiche Temperatur herrscht.

Zur Küste von Almeria wählen wir den direkten Weg über eine Passstraße der Sierra Nevada. Schon in Gaudix war es sonnig, wir tauchen ein in die tief hängenden Wolken und machen einen Blick zurück in die sonnige Ebene. Am Pass hat es 3°. Auf der Talfahrt sehen wir wieder weiße Dörfer, Schluchten und viele Serpentinen, die aber gut zu befahren sind. In einem Dorf haben wir einen Sack Orangen gekauft, bis jetzt sind es ca. 25 kg, die wir uns allesamt als Saft schmecken ließen.

 

In Almeria schließt sich der Kreis der Südroute, bisher 4100  gefahrene Km

 

Unser Campingplatz liegt östlich von Almeria im NP Cabo de Gata. Die größte Wüste Europas.

 

Donnerstag, 14.3. Wir setzen unser Schneckenhaus ab und besuchen den Naturpark, der u.a. eine Flamingo -Kolonie beherbergt, Salinen, lange Sandstrände, schöne Dörfer und ein Felsenkap mit Kreidefelsen besitzt.

 

Freitag, 15.3. Heute ist der 2. Tag mit Sonne und ohne Wind, wir strecken alle 4e!

Sonntag, 17.3. Wir fahren weiter ins Landesinnere, Tabernas, Mini Hollywood. Viele Western die man kennt, wurden hier gedreht, in dieser karstigen und zerklüfteten Gegend.

Entlang der Küste, mit malerischen Ausblicken, bei zeitw. Regen, gehts weiter nach Cartagena-La Manga.

Für die letzte Woche finden wir in Benidorm einen schönen Platz.

Nach soviel Natur sind wir in "Mini" Manhatten gelandet. Auf die Einwohnerzahl gerechnet, sind hier weltweit die meisten Wolkenkratzer und alles ist auf "british" ausgerichtet. Die Saison dauert 12 Monate.

Aus einem Fischerdorf wurde in den letzten 20 Jahren diese lebendige Stadt. In der Fußgängerzone schauts nach Hochsaison aus. Am Markt wird allerhand feil geboten, das kleine Mädchen kann sich nicht für ein einzelnes Armband entschließen und beim San Jose-Fest sehen wir schöne Trachten (Spanierinnen).

Wenn "Mann und Frau" zu lange fortbleiben ist auch mal ein Arbeitstag fällig. Aber jetzt ist eine Pause nötig!! Und das alles bei herrlichem Wetter!

Mittwoch, 20.3.    Es zieht uns ins Hinterland von Benidorm. Unsere Runde geht nach Castell de Guadalest ca. 800m ü.M., Alcoi und mit Pego schlißen wir den Kreis.

Mit den zahlreichen Serpentinen und vielen KM vergeht die Zeit schnell, als es schon finster ist, verkürzen wir den Weg durch die Autobahn.

Am nächsten Tag besuchen wir die nahen Ferinorte bis Calpe.

Die Tage fließen schnell dahin und wir genießen das schöne Wetter.

24.3. Palmsonntag auf spanisch.

Ganz in der Nähe gingen wir zu einer kleinen Pfarrgemeinde. Von den Bettlern bekamen wir Olivenzweige als Palmbuschen, die Kinder hatten kunstvoll gefaltete Palmwedel.

Frühschoppen inklusive!

Manfred ist schon (Hilfs-)Meister im Paellakochen! Nachmittag gehen wir ein letztes Mal in die Stadt. Morgen geht es eine Etappe weiter Richtung Heimat!

Noch ein Tag in Peniscola, ein bischen wehmütig, nicht zuletzt wegen des schlechten Wetters daheim, verlassen wir am Dienstag, 26.3. Spanien. Ein Zwischenstopp bei Freunden in Südfrankreich, weckt Erinnerungen an die Russlandtour, aber mit einem französischen Tröpferl. Nach einem gemütlichen Frühstück gehts weiter, aber der schöne Radweg bei Sete, entlang des Meeres, verlockt uns noch zu einer kleinen Radtour.

27.3. Wir haben für die Heimfahrt nicht die Autobahn gewählt, um mehr von der Landschft und den Dörfern zu sehen. Übernachtung in Bagnols, ab da stellt sich Regenwetter ein.

Der nächste Halt ist in Anncy, Stellplatz am See, am Regenwetter hat sich nichts geändert, auch tags darauf durch die Schweiz können wir nichts von den schönen Bergen sehen.

 

Nach einem langen Fahrtag kommen wir am Freitag wieder wohlbehalten und mit schönen Erinnerungen heim.

Gefahrene KM 7.300

 

Unsere Sonnenbank im Garten (Bild vom Ostersonntag) muß wohl noch warten!